PERSÖNLICHER WERDEGANG

Mitten aus dem Leben für eine pragmatische Politik mit neuen Ideen

Im Januar 1969 wurde ich in der Hansestadt Lübeck als Sohn des Zahnarztes Dr. Wolfgang Gehrke und meiner Mutter Charlotte Gehrke, gelernte Auslandskorrespondentin geboren. Nachdem mein Vater Anfang 1973 an den Folgen einer missglückten Operation viel zu früh verstarb, hat meine Mutter Charlotte Gehrke mich und meinen jüngeren Bruder alleine aufgezogen.

Meine Schulzeit verbrachte ich an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg. Inmitten der idyllischen Lauenburgischen Seenplatte aufgewachsen, wurde mir der Wassersport nahezu in die Wiege gelegt. So entschied ich mich für Rudern als Leistungssport und konnte mich dann im Alter von 17 Jahren für den Junioren-Deutschlandachter qualifizieren. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1986 in Roudnice (damalige CSSR) belegten wir leider nur den undankbaren 4. Platz. Immerhin konnten wir das prestigeträchtige deutsch-deutsche Duell für uns entscheiden und hängten den DDR-Achter um eine Bootslänge ab.

Väterlicherseits bin ich medizinisch geprägt. Mein Vater und Großvater waren Zahnärzte, drei meiner vier Onkel Ärzte. Mein eigenes Medizinstudium habe ich die ersten beiden Semester in meiner Geburtsstadt Lübeck absolviert um dann nach Heidelberg zu wechseln. Der kurpfälzischen Universitätsstadt bin ich durch meine Lehrtätigkeit als Universitäts-Dozent (sogenannter Privatdozent, Abkürzung PD oder Priv.-Doz.) bis heute eng verbunden. Abgesehen von Auslandsaufenthalten in den USA (Miami und New York) habe ich in Heidelberg meine Staatsexamina abgelegt und wurde zum Doktor der Medizin promoviert. Anschließend folgte die Facharztausbildung in der damaligen Ludolf-Krehl-Klinik in der Bergheimer Strasse (alte Medizinische Universitätsklinik) sowie die Habilitation (Befugnis als Hochschullehrer). Anfang 2005, kurz nach dem Umzug in die neue Medizinische Universitätsklinik Im Neuenheimer Feld, entschied ich mich für die Selbständigkeit als freiberuflicher Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie (Magen-, Darm- und Lebererkrankungen), zunächst in Gaggenau und ab 2008 in Baden-Baden.

Während meiner nunmehr 25-jährigen ärztlichen Tätigkeit durfte ich dabei sämtliche Facetten unseres Gesundheitssystems kennenlernen. Zunächst öffentlicher Dienst an einer Universitätsklinik mit Zuständigkeit für den Klinikumzug und das damals neu eingeführte DRG-Controlling (Abrechnung nach Fallpauschalen), dann in einer kassenärztlichen Vertragspraxis mit ständigen Reformen unter diversen Gesundheitsministern kombiniert mit dem Niedergang einer renommierten Fachklinik, in der ich glücklicherweise nur Mieter war, durch Privatisierung und Gesellschafterstreitigkeiten.

Politisch wurde ich bereits früh geprägt. Mein Großvater war ein CDU-Mann der ersten Stunde und 20 Jahre Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein, mein Onkel CDU-Staatssekretär in Mecklenburg-Vorpommern. Transparenz ist wichtig. Daher verschweige auch nicht, dass ein weiterer Onkel gegenwärtig Bundestagsabgeordneter der AfD ist.

Im Gegensatz zu meinem eher nationalkonservativ geprägtem familiären Hintergrund habe ich mich bewußt für die FDP als überzeugt liberale Partei entschieden. Nachdem die FDP 2013 knapp aus dem Bundestag ausschied, stand für mich die Entscheidung fest. Deutschland ohne die FDP, ohne eine überzeugte liberale Partei, das kann und darf nicht sein. Die Aufbruchstimmung innerhalb der Partei und die konsequent liberale Grundeinstellung haben sich glücklicherweise bis heute gehalten. Auch in der aktuellen Corona-Pandemie steht die FDP für die Bewahrung unserer Grundrechte und die Verhältnismäßigkeit sämtlicher Maßnahmen. Während die anderen Parteien überwiegend angstgesteuert-chaotisch oder im anderen Extrem fahrlässig-populistisch argumentieren, zählen für uns nur die Fakten. Gravierende Einschnitte in unser tägliches Leben müssen abgewogen werden. Neben medizinischen müssen auch soziale und juristische Aspekte einfließen und Kritiker dürfen nicht pauschal als Verschwörungstheoretiker oder Querdenker abgetan werden. Das widerspricht unserer liberalen Grundeinstellung. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Dafür stehe ich, dafür steht die FDP.

Bitte informieren Sie sich auf meiner Website, welche Ideen und Vorschläge wir haben. Das betrifft nicht nur die aktuelle Corona-Pandemie, sondern auch andere wichtige Themen wie Klimawandel, Gesundheitspolitik oder unsere Altersversorgung. Wir wollen nicht zurückblicken, sondern nach vorne schauen. Wir wollen nicht auf die Hinterbank, sondern in die Regierung.

Es gibt viel zu tun. Packen wir es gemeinsam an.